Was Du willst:

  • Mehr Sport treiben
  • Dich ausgewogener und bewusster ernähren

Was Du tust:

  • Darüber nachdenken mehr Sport zu treiben
  • Artikel wie diesen hier lesen
  • Ein schlechtes Gewissen haben
  • Ausreden finden (#1: „Keine Zeit“)
  • Das Thema wegschieben und irgendwann allergisch darauf reagieren

Es gibt einen Unterschied zwischen „wollen“ und „tun“.

Das ist schon eigenartig, oder? Du weisst eigentlich genau was Du willst, und trotzdem schaffst Du es manchmal nicht, Deinen ernsthaften Absichten entsprechende Taten folgen zu lassen.

An Optionen oder Informationen mangelt es sicher nicht. Es gibt unzählige Möglichkeiten sich körperlich zu betätigen und es gibt zigtausende gesunde Rezepte zum Nachkochen. Warum kannst Du dann nicht einfach tun, was Du willst?

Wenn man darüber nachdenkt, haben alle Dinge, die wir aufschieben, vernachlässigen oder verdrängen häufig etwas gemeinsam:

Es gibt keine unmittelbare Belohnung für Deine „Mühen“ 

Wenn Du regelmäßig Sport treibst, kannst Du Deine Wunschfigur erreichen, Dich langfristig fitter fühlen und belastungsfähiger werden. Allerdings wirst Du noch keinen Unterschied nach nur einer Sporteinheit feststellen können. Eine überwiegend ausgewogene Ernährung wird sich positiv auf Dein Wohlbefinden und Deine Gesundheit (sowie Dein Gewicht) auswirken. Eine Mahlzeit macht allerdings noch keinen spürbaren Unterschied.

Unsere Zeit ist begrenzt und es gibt noch viele andere Dinge, die wir wollen. Einige dieser Dinge erfordern wenig oder sogar gar keine (aktiven) Mühen, die Belohnung erfolgt hingegen sofort. Nach der Arbeit vor den Fernseher auf die Couch, die Zeit im Internet verdaddeln, eine Pizza bestellen…Du weißt selber am besten, mit welchen Aktivitäten Deine Fitnessambitionen konkurrieren.

Engelchen und Teufelchen auf Deiner Schulter

Die Kunst besteht darin, den kurzfristigen Belohnungen im richtigen Moment zu widerstehen. Wir alle haben diese zwei Stimmen in uns, die sich täglich zu Wort melden. Die rationale Stimme, der wir zuhören, wenn wir uns morgens fest vornehmen am Abend noch Sport zu treiben. Und die emotionale Stimme, die sich dann am Abend einschaltet und Dir die Couch und die Pizza verkaufen will. Das fühlt sich an, als würden Engelchen und Teufelchen (auch als innerer Schweinehund bekannt) vor Deinen Augen die Position auf Deiner Schulter tauschen.

Plötzlich scheint der Aufwand in keinem Verhältnis mehr zur (zeitlich nachgelagerten) Belohnung zu stehen: Aufraffen, umziehen, ins Gym fahren, abrackern, abschwitzen…

Genau dieser Moment macht den Unterschied!

Ich garantiere Dir, wir alle kennen diesen Moment, Du bist nicht alleine. Das ist jetzt reine Kopfsache! Dein Körper fühlt sich schwer an. Du kannst Dich weiter runterziehen lassen und eine schnelle Belohnung abstauben, oder ein Momentum erzeugen und Deinen Absichten Taten folgen lassen.

Wenn Du erstmal losgelegt hast, wirst Du merken, ist plötzlich alles halb so wild und im besten Fall hast Du auch noch Spaß. Meistens ist es doch gar nicht die Aktivität selber, die einem schwer fällt, sondern nur das in die „Gänge kommen“. Das Momentum zu erzeugen ist häufig schon das Schwierigste, obwohl es dafür manchmal schon ausreicht sich seine Sportklamotten anzuziehen.

Das lässt sich natürlich auf die Ernährung übertragen. Gedanken machen, einkaufen, abschleppen, schnibbeln, kochen… Du verstehst schon was ich meine, oder?

Willst Du es wirklich?

Schnelle Belohnungen sind super, ich verstehe das. Aber wenn Du bis hierhin gelesen hast, bist Du vermutlich nicht zufrieden damit (oder Du liest einfach gerne, was auch völlig in Ordnung wäre).

Alles beginnt im Kopf. Vielen Menschen hilft es, konkrete Ziele zu formulieren und diese in schwachen Momenten (wenn das Teufelchen erscheint) abzurufen. Da wir alle gerne belohnt werden, solltest Du Teilziele definieren, die Du auf Deinem Weg zum Gesamtziel abstauben kannst. Versuche dabei möglichst konkret zu sein (Körpergewicht in kg, gelaufene km, Häufigkeit Gymbesuche, bewegte Lasten im Training etc.). Erfolgserlebnisse sind wichtig und machen Lust auf mehr. Nutze das für Dich aus und tue das, was Du willst!

Kommt Dir das bekannt vor? Wie erzeugst Du ein Momentum? Schreib’s mal in die Kommentare (keine Anmeldung erforderlich). Dein Tuncel

von Fitrating.de