Wenn Du regelmäßiger Leser unseres Blogs bist, weißt Du, dass ich nicht immer so zufrieden mit meinem Körper war und mich noch nie so wohl in meiner Haut gefühlt habe wie jetzt.

Woran liegt das?

Seit mittlerweile über zwei Jahren trainiere ich regelmäßig, d. h. mindestens zwei Mal die Woche mit Geräten. Ja, ich stemme Gewichte. Und ja, ich hatte Angst davor. Angst im Freihantelbereich, wo vorrangig Männer sind, belächelt zu werden, Angst davor, in Windeseile Muskeln aufzubauen und auszusehen wie ein Mann. Doch ich habe meine Angst überwunden und darauf bin ich mittlerweile ziemlich stolz.

Fehler vermeiden…

1. Cardio-Bunny

Um damals von meinen fast 80 kg runter zu kommen, habe ich mich im Fitnessstudio angemeldet und mich mindestens drei Mal in der Woche für 60 Minuten wie eine Bekloppte aufs Laufband gestellt. Meine Devise: Je mehr Kalorien Du verbrauchst, umso effektiver wird es. Falsch gedacht: Ich habe zwar mit der Zeit Gewicht verloren, doch wirklich athletisch sah ich nicht aus. Hin und wieder habe ich auch nach Lust und Laune Kurse im Fitnessstudio besucht.

2. Zu wenig gegessen

Um Gewicht zu verlieren, liegt es für die meisten Mädels nahe, weniger bzw. gar nichts zu essen. Genauso habe ich es auch gemacht. Für mich war ein Diättag erfolgreich, wenn ich so wenig wie möglich gegessen habe. „Wenn Du richtig hungerst, umso besser wird das Ergebnis“ – so meine Devise. Die Kilos auf der Waage purzelten auch, so dass ich bald weniger als 60 kg wog. Doch so richtig mit dem Thema Ernährung habe ich mich nicht auseinander gesetzt. Hungern musste ich ziemlich viel und das ist rückblickend betrachtet, echt ein ätzendes Gefühl. Ein Blick in den Spiegel: Schlank, mit keiner einzigen athletischen Kurve. Heute weiß ich, was ich damals war: Skinny fat. Wieso? Die wenigen Muskeln, die ich hatte, habe ich mir durch falsches Training und eine falsche Ernährung erfolgreich wegtraininert.

3. Kein strukturierter Trainingsplan

Wenn ich nach meiner Cardio-Einheit noch Lust auf Geräte hatte, habe ich einfach ein paar Übungen gemacht, die ich kurz zuvor irgendwo in einer Zeitschrift gesehen hatte oder von irgendwo anders aufgeschnappt hatte. Ein wirkliches System habe ich dabei aber nicht verfolgt.

…und dazulernen

1. Cardio in Verbindung mit regelmäßigem Krafttraining

Mittlerweile trainiere ich seit über zwei Jahren nach einem strukturierten Trainingsplan. Einmal trainiere ich den Oberkörper, d. h. Schultern, Rücken, Bizeps, Trizeps und Brust. Einen weiteren Tag trainiere ich Beine und Po. Mein Fokus liegt dabei auf Ganzkörperübungen, wie z. B. Kniebeugen, Liegestütze und Klimmzüge, die bedingt durch die Vielzahl an angesprochenen Muskeln, total effektiv sind. An beiden Trainingstagen wird auch der Bauch trainiert. Zudem gehe ich mindestens einmal die Woche ca. 8 km joggen. In der Regel schaffe ich bis zu vier Trainingseinheiten (Cardio und Kraft) pro Woche.

2. Das Richtige essen

Die Zeiten des Hungerns und Verzichts sind bei mir zum Glück vorbei. Heute weiss ich, dass ich viel von den richtigen Lebensmitteln essen kann. Ich ernähre mich sehr eiweißreich, damit meine Muskulatur mit den nötigen Bausteinen versorgt und ich die Fortschritte in meiner körperlichen Veränderung auch sichtbar werden. Ich habe verstanden, dass ich Essen muss, damit Muskeln aufgebaut werden können.

3. Die Zahl auf der Waage vernachlässigen

Früher habe ich mich täglich auf die Waage gestellt und direkt Panik geschoben, sobald mal 300 g mehr angezeigt wurden. Ich wollte immer unbedingt unter 60 kg wiegen. So ein Unsinn!

Wichtig: Der Blick in den Spiegel muss Dir gefallen und nicht irgendeine Zahl auf der Waage! Lies Dir bitte folgenden Artikel dazu kurz durch: hier klicken.

Vorteile des Krafttrainings

Krafttraining hat mich stark, athletisch und selbstbewusster gemacht. Ich kann die Entwicklung meiner Muskulatur beobachten und freue mich bspw. über definierte Schultern, Arme und Beine sowie einen schönen Rücken. Genau diese Erfolge motivieren mich weiter zu machen. Und das allerbeste daran: Ich gönne mir am Wochenende auch mal Eis, Pizza, Chips und Schokolade. All das ohne schlechtes Gewissen. Ein weiterer Vorteil des Kraftsports ist nämlich der verbesserte Stoffwechsel. Muskeln arbeiten auch in der Ruhephase und sind mein permanenter Verbrennungsmotor.

Trainierst Du auch regelmäßig und kannst über ähnliche Erfolge berichten? Oder beginnst Du gerade mit dem Kraftsport und wünschst Dir noch mehr Tipps? Dann hinterlass gerne mal einen Kommentar. Ich freue mich drauf.

Deine Katharina

von Fitrating.de