Auf einen Pump bei Olymp-Fitness Düsseldorf

Ich möchte Euch sportbegeisterten da draußen und denen, die es noch werden wollen Alternativen zu den gewöhnlichen Fitnessstudioketten vorstellen. In den Gym-Reviews auf unserem Blog präsentiere ich Euch daher besondere Fitnesslocations und Workoutmöglichkeiten. Außerdem habe ich als Fitnessfan einfach Spaß daran neue Gyms zu erkunden. Nicht falsch verstehen, ich finde die großen Ketten haben absolut ihre Daseinsberechtigung und diverse Vorzüge, aber das ist nun mal nicht für jeden etwas.

Das Motto lautet: Ich stelle vor und Du entscheidest, was zu Dir passt.

„Das gallische Dorf unter den Fitnessstudios wehrt sich erfolgreich gegen übermächtig scheinende Discountketten“.

Diesen Satz lese ich in einem Zeitungsartikel, der neben Bildern und Autogrammen von Bodybuilding- und Fitnesslegenden an der Wand des Olymp Fitnessstudios hängt.

Ich bin das erste Mal im Olymp-Fitness, das bereits im Jahre 1981 auf der Pempelforter Straße in Düsseldorf seine Pforten öffnete und seit Ende der 80er Jahre unter der Leitung von Michael Moormann unterschiedliche Generationen von Fitnessfans und Bodybuilding Profis beherbergt. Michael erzählt mir die Geschichte, wie er mit Fitness als Rehabilitationsmaßnahme begann, zunächst als normales Mitglied im Olymp startete, dann immer öfter auch als Trainer dort tätig war, bis er den Laden im Jahr 1987 dann endgültig vom Vorbesitzer übernahm.

„Geschichte“ ist das richtige Stichwort. Nicht nur die in die Jahre gekommene Fotocollage von Ralf Möller mit blond gesträhnter Vokuhila (vorne kurz hinten lang) verrät, dass hier schon seit Jahrzehnten Stahl gebogen wird. Bereits zu einer Zeit, als der Hantelsport noch eine absolute Randerscheinung war und gesellschaftlich eher belächelt wurde. Zu einer Zeit, als es noch keine Plattformen wie Facebook und Instagram gab, auf denen die „Stars“ der Fitnessszene heutzutage teilweise millionenfach von ihren Fans gefeiert werden.

Was hat das mit Arnold zu tun?

Kleiner Exkurs:
Im Jahr 1977 erschien die Dokumentation „Pumping Iron“, die den bislang außerhalb der Szene eher unbekannten Bodybuilding Sport thematisierte. Diese läutete für den Protagonisten der Doku Arnold Schwarzenegger eine erfolgreiche und bekanntlich weit über die Bodybuilding-Nische hinausgehende Karriere ein. Der Fitnesshype der 80er Jahre und die steigende Anzahl von öffentlichen Fitnessstudios zu dieser Zeit wird ebenfalls häufig mit dieser Doku in Verbindung gebracht.

Ich weiß gar nicht, wo ich im Olymp zuerst hingucken soll. Was mir gleich auffällt, ist der im 60er Jahre American Diner Stil eingerichtete Thekenbereich. Ihr wisst schon: Rote Leder überzogene Sitzbänke und Hocker, Neon-Leuchtschriften, Marylin Monroe Büste, James Dean Bild…
Die teilweise mit Bildern zugepflasterten Wände sind auch so ein typisches Ding von Old School Gyms. Solche Wände kannst Du auch im Gold’s Gym (Venice, Los Angeles) bewundern und genauso war es auch vor 20 Jahren in meinem Fitnessstudio, als es für mich das erste Mal an die Hanteln ging. Zwischen den Sätzen ein paar Bilder gucken, persönliche Danksagungen und Widmungen der Profis lesen. Sehr cool!

„Old School Gym“ hat im Fall vom Olymp-Fitness übrigens nichts mit ranziger Muckibude zu tun. Hier suchst Du vergeblich nach Löchern im Teppich oder gerissenen Bankpolstern. Das Gym erstreckt sich über zwei Etagen und ist in einem top gepflegten Zustand. In der oberen Etage gibt es neben ein paar Cardio-Geräten hauptsächlich Equipment für das Brust-, Schultern- und Armtraining. In der unteren Etage, hier gibt es ausreichend weitere Cardio-Geräte, dreht sich alles um das Bein-, Rücken- und Bauchtraining. In diesem Gym stehen teilweise noch Maschinen aus der Gründungszeit, die besser in Schuss sind als in manch einem neuem Studio. Deswegen wundert es mich auch nicht, dass Michael – der Inhaber des Gyms – während meines Workouts kurz mit Lappen und Reinigungszeug über die Trainingsfläche tigert. Hier legt der Chef noch selbst Hand an und das sieht Du dem Laden auch an.

Montag: International Chestday

Heute ist Montag – bekanntlich der international Chestday. Warum eigentlich, kann mir das irgendjemand plausibel erklären? Wie auch immer, eher durch Zufall stehen heute Brust und Arme bei mir auf dem Plan. Passt aber auch ganz gut, denn so komme ich in den Genuss einige der speziellen Maschinen zu testen. Hier läuft alles wie geschmiert, top! Das war heute sicher nicht mein effektivstes Training, was aber weniger an dem Studio, sondern eher an den schönen Ablenkungen lag.

Ich glaube ich kann behaupten, im Laufe der Jahre schon so einige Maschinen gesehen und an diesen trainiert zu haben. Aber hier komme ich mir teilweise wie ein Anfänger vor. Kein Wunder, im Olymp-Fitness gibt es Maschinen, die es nirgendwo anders gibt, weil sie speziell für dieses Gym angefertigt wurden. Leidenschaftliche Hantelsportler werden hier ihren Spaß haben, garantiert. Es sind ohnehin die kleinen Details, die den Charme dieses Studio ausmachen. Der an der Decke befestigte Spiegel, unter dem die Profis ihre Rückenposings üben können oder die extra gummierte Bodenfläche vor dem Kurzhantelbereich, wo die 40 Kg+ Hanteln auch mal runterfallen können, ohne das im unteren Geschoss gleich der Putz von der Decke rieselt. Oder die Klimaanlage, die im Sommer für angenehme Temperaturen beim Training sorgt, deren Kosten viele der großflächigen Studios mit den günstigen Mitgliederpreisen natürlich scheuen (dort gibt es häufig nur Lüftungen).

Das Studio ist auch über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Mutant TV war offensichtlich auch zufällig am international Chestday vor Ort. Schau Dir mal folgendes Video an: 

Nur für Pumper?

Das Publikum im Olymp-Fitness ist übrigens gemischt. Du kannst hier die zierliche, ältere Dame antreffen, die ein paar Runden auf dem Stepper absolviert, ganz gewöhnliche berufstätige Menschen, die sich fit halten wollen, Studenten, die ihr Fitnesstraining durchziehen, aber auch den Profi-Bodybuilder, der sich auf seinen Wettkampf vorbereitet. Daneben gibt es noch die Kraftdreikämpfer (Powerlifter), die hier ebenfalls mit der dafür erforderlichen Ausstattung trainieren können. Also, keine Sorge, hier laufen nicht nur die dicken, starken Jungs durchs Studio, die sich angrunzen. Jeder, der sich anständig benehmen kann, ist herzlich willkommen. Ich persönlich fühle mich auch auf Anhieb wohl hier, aber ich steh’ halt auch Old-School Gyms, ich geb’s zu.

Preislich gesehen, kann so ein Studio natürlich nicht mit den sogenannten Discountern mithalten. Aber ich finde, bei einem Monatsbeitrag von 28,50 € (bei Jahresvorauszahlung) kann man auch nicht wirklich meckern.

Apropos gallisches Dorf…

Die Überschwemmung der Großstädte mit Fitnessstudioketten sieht der Inhaber eines vergleichsweise kleinen Kultstudios gar nicht mehr so kritisch. Obwohl gerade zu Beginn dieser Entwicklung auch eigene Mitglieder abgewandert seien, habe sich die Fluktuation mittlerweile stabilisiert. Es wird immer auch solche geben, die die familiäre Atmosphäre einex Old-School Gyms bevorzugen und die Expertise von erfahrenen (und teilweise Wettkampf erprobten) Trainern zu schätzen wüssten, erzählt mir Michael. Außerdem, so sagt er, hätten sich niemals so viele junge Leute entschlossen mit diesem Sport zu starten, wenn es nicht die Angebote der großen Ketten gäbe.

Kleiner Tipp an all diejenigen unter Euch, die zwar ständig im Old-School „Gold’s Gym-Stringer“ trainieren, aber weder das Gold’s Gym, noch ein anderes echtes Old-School Gym von innen gesehen haben: Das ist die richtige Adresse in Düsseldorf! Probiert’s ruhig mal aus.

Ich gebe es zu, ich stehe einfach auf Old-School Gyms! Und das Olymp-Fitness ist ein absolutes Kultstudio in Düsseldorf. Die Räumlichkeiten sind zwar nicht bis in die letzte Ecke modern durchgestylt wie in einigen der neuen Studios, dafür kannst Du hier in einer fast schon familiären Umgebung trainieren. Man kennst sich, grüßt sich und hilft sich hier gegenseitig. Die Trainer – auch der Inhaber selbst – stehen Dir bei Bedarf mit Rat und Tat zur Seite. Das Olymp-Fitness ist sicher keine Wellness-Aerobic-Oase, so viel steht fest. Hier werden Eisen gestemmt. Du hast hier die Möglichkeit an spezial angefertigten Maschinen zu trainieren, die Du nirgendwo sonst finden wirst. Das gesamte Equipment ist trotz des teilweise hohen Alters, (vereinzelte Maschinen sind hier seit der Gründung im Jahr 1981 im Einsatz) dank der regelmäßigen Pflege und Wartung in tadellosem Zustand. So macht das Training Spaß!

@Michael: Danke für die Gastfreundschaft und die coole Trainingserfahrung!

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Dein Tuncel

von Fitrating.de

Olymp-Fitness-Center
Pempelforter Str.47 / Ecke Wehrhahn
40211 Düsseldorf

Tel: +49 (0) 211 354 664
Email: info@olymp-fitness.de
Website: http://www.olymp-fitness.de

Infos zu Preisen und Öffnungszeiten gibt es auf der Website von Olymp Fitness.

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