Zu Besuch auf dem BOATcamp für eine Boxeinheit

Ich möchte Euch sportbegeisterten da draußen und denen, die es noch werden wollen Alternativen zu den gewöhnlichen Fitnessstudioketten vorstellen. In den Gym-Reviews auf unserem Blog präsentiere ich Dir daher besondere Fitnesslocations und Workoutmöglichkeiten. Außerdem habe ich als Fitnessfan einfach Spaß daran neue Gyms zu erkunden. Nicht falsch verstehen, ich finde die großen Ketten haben absolut ihre Daseinsberechtigung und diverse Vorzüge, aber das ist nun mal nicht für jeden etwas.

Das Motto lautet: Ich stelle vor und Du entscheidest, was zu Dir passt.

Da die Lichtverhältnisse zu dieser Jahreszeit nicht optimal sind, ich aber möchte, dass ihr Euch ein möglichst gutes Bild von der Location und dem Angebot machen könnt, wurden mir einige der folgenden Fotos netterweise zur Verfügung gestellt.

Den Rheinpark und das angrenzende Rheinufer kennen die meisten Düsseldorfer. Der Park ist nicht nur bei Joggern sehr beliebt, abhängig vom Wetter kann man hier verschiedene sportliche Aktivitäten (Fußball, Slacklinen, Outdoor-Fitness, Baseball etc.) beobachten. Was mir als zugezogenem Düsseldorfer allerdings neu war – und darauf bin ich eher durch Zufall gestossen – war das am Rhein-Lehr-Ufer gelegene Hausboot des Düsseldorfer Wassersportvereins (DWSV) mit seinen Sportangeboten, die über die klassischen Wassersportaktivitäten wie Wakeboarden, Wasserski, Segeln und Jetski-Fahren hinausgehen.

Der Verein bietet seinen Mitgliedern die Teilnahme an diversen Kursen wie YOGA, KickFIT und Dance Crossover an. Zusätzlich – und das fand ich persönlich am interessantesten – finden jede Woche Boxkurse auf dem Hausboot statt. Die Einladung von Kim, der Ansprechpartnerin des DWSV, mal an einem Training teilzunehmen, habe ich daher gerne angenommen.

Vorab noch ein paar grundsätzliche Fragen:

Kim, kann bei Euch jeder Mitglied werden, was kostet eine Mitgliedschaft und was ist darin enthalten?

Bei uns kann grundsätzlich jeder Mitglied werden. Voraussetzung ist nur, dass die jeweilige Trainingsgruppe homogen bleibt, sprich frei von Aggression und Zickerei. Das fügt sich in der Regel von selbst.

Beim Männer-Boxen, das jeden Montag um 20.00 Uhr, vier bis fünf Mal im Monat, stattfindet, berechnen wir einen Mitgliedsbeitrag von 65,00 € pro Monat einschließlich des Trainings beim Ex-Afrika-Meister Ray und der Getränke.

Kündigungsfristen gibt es nicht. Bei uns endet die Mitgliedschaft, wenn die Zahlung des Monatsbeitrages eingestellt wird, ganz schlicht.

Bei den sonstigen Kursen arbeiten wir mit 6er oder 10er-Karten á 15,00 €, also für € 90,– oder 150,00 €.

Leitet ihr alle Kurse selber oder wer übernimmt das?

Alle Kurse werden von Sportprofis geleitet wie folgt:

Boxen: Ray, ehemaliger Afrika-Meister
KickFit: Marius, professioneller Trainer auch bei Alma Sport
Yoga 1: Natalie Willms, Personal Trainerin und Yoga-Lehrerin
Yoga 2: Helena, Yoga-Lehrerin
Yoga 3: Fatima, Yoga-Lehrerin
Adventure Cross Fit: Marius
Dance Cross Over: Vladi, professioneller Tanzlehrer

Werden die Kurse durchgehend das ganze Jahr angeboten?

Alle Kurse werden durchgehend, also durchs ganze Jahr angeboten. Nur das Adventure Cross Fit stellen wir witterungsbedingt in den Wintermonaten ein.

Wie sieht ein typisches Mitglied bei Euch aus oder gibt es das typische Mitglied gar nicht?

Es gibt kein typisches Mitglied. Alle Altersklassen, Professionen und Fitnessgrade sind vertreten. Ziel ist es ja gerade, das sportliche und gesellschaftliche Miteinander zu fördern. Niemand soll stagnieren. In der Gruppe wird man leichter motiviert und daher stärker.

Wer ist nicht bei Euch willkommen?

Grundsätzlich ist jeder willkommen. Die Grenze ist nur dann erreicht, wenn Teilnehmer sich gegenüber anderen so verhalten, wie sie es selbst nicht wünschen, so dass man schlicht das Kriterium der Gruppenverträglichkeit in physischer und psychischer Hinsicht als K.O.-Kriterium ansetzen kann.

Das Workout

Bevor es losgeht, weist mich Ray Oheme  – der Boxtrainer auf dem Hausboot – noch höflich, aber bestimmt in die Regeln ein. Zu diesen gehören unter anderem, dass während des Trainings auf sein Kommando gehört wird und das nicht beim ersten Widerstand gleich aufgegeben wird. Da ich in der Vergangenheit schon eine Weile geboxt habe (zwar im Verein, aber hobbymäßig), kenne ich den relativ straffen Ton beim Boxtraining schon. Der sorgt dafür, dass keine Zeit verschwendet wird und Deine Konzentration voll auf Deinem Training liegt. Keine Sorge, der Umgang untereinander ist trotzdem respektvoll.

Zum Warmup starten wir mit dem obligatorischen Seilspringen. Im Wechsel zwischen normalem und schnellem Tempo wird der Puls zunächst auf Betriebstemperatur gebracht, gleichzeitig werden die Beine, Handgelenke und Schultern erwärmt. Unter den wachsamen Augen und der Anleitung von Ray wird im Anschluss einige Runden lang der Sandsack bearbeitet. Im Hintergrund läuft motivierende Musik und der an der Wand befestigte Timer (für jede Runde wird ein Countdown eingestellt) scheint von Runde zu Runde langsamer zu laufen – oder kommt nur mir das so vor? Du brauchst hier keine Sorge zu haben wenn Du – das ist der nächste Punkt auf der Trainingsagenda – zum Sparring in den Ring steigst. Auf dem Hausboot geht es definitiv nicht darum, seinen Gegner zu verletzen. Ein paar Stupser auf den Kopfschutz oder den Körper kannst Du zwar schon abbekommen, hauptsächlich lernst Du aber, ein Gefühl für Deinen Gegner zu entwickeln, Dich im Ring zu bewegen und an Deiner Deckung zu arbeiten. Du denkst das ist nicht anstrengend? Dann solltest Du das Boxtraining auf dem Hausboot definitiv mal ausprobieren. Zum Cooldown werden noch einige Drills (u.a. Situps, Pushups) durchgezogen und bevor ich mich versehe, ist die Stunde auch schon wieder rum.

Ich hatte nach meiner mehrjährigen Abstinenz schon vergessen, wie anstrengend boxen ist. Allerdings gibt es kaum eine andere Sportart, die die fünf grundmotorischen Fähigkeiten (Kraft, Ausdauer, Beweglichkeit, Koordinationsfähigkeit und Schnelligkeit) so effizient trainiert wie das Boxen. Und mit der richtigen Truppe macht das absolut Spass. Das ist hier auf dem Hausboot definitiv der Fall. Im Anschluss an das Training gab es noch eine Erfrischung und ein nettes Gespräch an der Hausbar.

Die Location und die Atmosphäre

Die Bilder verraten es ja schon, die Location ist genial! Das man über dem Wasser auf einem Boot trainiert, ist schon cool, wobei sich die Aussicht mit dem Wasserstand des Rheins ändert (mal sieht man mehr und mal weniger von der anderen Rheinseite). Dazu kommt aber das Look & Feel des Hausboots. Ihr kennt die typischen Til Schweiger Filme, in denen alles so aussieht, als hätte jemand den „Schön & Gemütlich“-Filter auf ein Maximum hochgedreht, oder? So ungefähr kannst Du Dir das auf dem Hausboot vorstellen. Der DWSV hat hier eine wirklich außergewöhnliche Workoutlocation am Rheinufer geschaffen. Das hier hat nichts mit Massenabfertigung zu tun, im Gegenteil. Der Platz und damit die Anzahl der Teilnehmer für den Kursbereich ist begrenzt. Der Boxkurs kann beispielsweise nur mit maximal 8 Personen durchgeführt werden. Das macht definitiv den Charme dieser Location aus.

Training auf dem Rhein, das ist definitiv etwas Besonderes! Wenn Du auf der Suche nach einer exklusiven und außergewöhlichen Workoutlocation bist, dann könnte das BOATcamp die richtige Wahl für Dich sein. Durch die begrenzte Anzahl an verfügbaren Plätzen und die freundschaftliche Atmosphäre ist der Umgang untereinander hier alles andere als anonym. Ich persönlich habe bislang zwar nur an dem Boxtraining teilgenommen, das Angebot ist aber noch deutlich größer und reicht von diversen Gruppenkursen (Yoga, KickFit, Dance Crossover) über Segelkurse bis hin zu Wakeboard- und Jetski Trainings. Am besten nimmst Du aber selber mal Kontakt mit dem BOATcamp auf und bildest Dir Deine eigene Meinung. Erzählen lässt sich schliesslich viel, richtig?

@Team BOATcamp: Danke für die Gastfreundschaft und die coole Trainingserfahrung!

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Dein Tuncel

von Fitrating.de

Düsseldorfer Wassersport Verein e.V.
Robert-Lehr-Ufer 25
40474 Düsseldorf

Tel: +49 (0) 178 40 85 405
Email: info@dws-verein.de
Website: http://www.dws-verein.de

Hinweis zur Anfahrt:
Aus dem Tunnel kommend, in Richtung Messe fahrend, biegt man unmittelbar hinter der Rheinterrasse links ab zum Robert-Lehr-Ufer, fährt geradeaus auf den Rhein zu und folgt der Rechtskurve, bergab. Am Parkplatz angekommen fährt man nicht auf diesen, durch die Schranke, sondern rechts an ihr vorbei, entlang der Kaimauer, bis zum zweiten, mintfarbenen Hausboot. Die Durchfahrt ist Anliegern erlaubt. Das Parken, unmittelbar vor dem Hausboot, ist zulässig und kostenfrei.

Weitere Infos zum Trainingsangebot und den Trainingszeiten gibts auf der Website vom DWSV.

Düsseldorfer Wassersportverein e.V.

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