Eine Handvoll Regeln entscheidet über Deinen Erfolg im Gym. Halte Dich daran und Dein Körper wird sich garantiert verändern.

1. Alles steht und fällt mit den Entscheidungen, die Du außerhalb des Gyms triffst

Wenn Du Dich täglich eine Stunde im Gym abrackerst, entspricht das rund 4% Deiner gesamten Tageszeit. Du kannst im Training alles richtig machen, aber wenn Du in den übrigen 96% Deiner Zeit die falschen Entscheidungen triffst, wirst Du Deine Ziele nicht erreichen. Das trifft insbesondere auf den Bereich Ernährung zu. Versorge Deinen Körper mit den notwendigen Nährstoffen (z.B. ausreichend Proteine, wenig industrieller Zucker, wenig tierische Fette) und greife möglichst auf unverarbeitete Lebensmittel zurück. Dazu musst Du kein Ernährungsexperte sein, Du weisst in der Regel, wenn etwas nicht gut für Deinen Körper ist, oder?

2. Dein Training muss auf Dein Ziel abgestimmt sein

Was willst Du? Abnehmen, zunehmen, athletisch aussehen, Muskeln aufbauen oder Deine Ausdauer erhöhen? Wenn Du Dich drei mal die Woche, eine Stunde auf dem Laufband abquälst und Dich dann wunderst, warum Du keinen Knackarsch oder muskulöse Beine bekommst, dann ist Dein Training offensichtlich nicht auf Dein Ziel abgestimmt. Definiere ein messbares Ziel, richte Deinen Trainingsplan danach aus (oder lass Dir von jemandem helfen, wenn Du Dir nicht sicher bist) und führe regelmäßig Erfolgskontrollen durch. Nichts ist frustrierender als sich abzurackern und dann keine Erfolge zu sehen, nur weil Du „falsch“ traininert.

3. Kontinuität is the key

Das ist sicher einer der schwierigsten, aber gleichzeitig einer der entscheidendsten Punkte. Du musst am Ball bleiben! Nur wenn Du regelmäßig trainierst, wird sich Dein Organismus umstellen und Dein Körper sich sichtbar an die wiederkehrenden Belastungen anpassen. Es ist genauso simpel wie es klingt. Dein Körper funktioniert so ähnlich wie ein kleiner, bockiger Teenager, dem man alles dreimal sagen muss. Nur eine kontinuierliche Trainingsbelastung sendet dem Körper das Signal „Männeken, ich meine es ernst, pass Dich gefälligst an!“ Und merke: Einmal die Woche ist trotzdem besser als keinmal!

4. Progression und Veränderungen

Wichtig: Es dreht sich alles um die Anpassung des Körpers an äußere Trainingsreize. Dein Körper und Deine Muskulatur werden sich nicht verändern, wenn sie nicht müssen. Wenn Du Dich bei der Auswahl der Gewichte für einzelne Übungen nie aus Deiner Komfortzone bewegst, wird sich Dein Körper nicht anpassen. Warum auch? Solange die Lasten problemlos bewegt werden können gibt es keinen Grund dafür. Steigere regelmäßig Deine Gewichte. Wenn Du 10 Wiederholungen einer Übung durchführen willst, dann wähle das Gewicht so, dass nach der zehnten Wiederholung keine weitere mehr möglich ist. Wenn doch, steigere das Gewicht! Das gleiche gilt für die Auswahl der Übungen. Du musst regelmäßig neue Trainingsreize setzen, weil der Körper sich nach einer Weile an Dein Training gewöhnt.

5. Erholung ist genauso wichtig wie Training

Was ich damit meine, ist auch unter dem „Gesetz der Superkompensation“ bekannt. Nach einer Belastungsphase, wenn die Energiespeicher des Körpers geleert und die Muskeln (sowie Gelenke, Bänder und Sehnen) stark beansprucht worden sind, versucht Dein Körper möglichst schnell die beschädigten Zellen zu reparieren (denn durch Dein Training entstehen winzige Verletzungen im Muskelgewebe) und Dein ursprüngliches Leistungsniveau wieder herzustellen. Um optimal für kommende Belastungen vorbereitet zu sein, steigt die Leistungsbereitschaft (die richtige Ernährung und Erholung vorausgesetzt) sogar über das ursprüngliche Niveau hinaus. Dieser Prozess wird als Superkompensation bezeichnet. Mit dem richtigen Timing und ausreichenden Erholungsphasen kannst Du so sukzessive Dein Leistungsniveau und auch Dein Muskelwachstum erhöhen. Das funktioniert natürlich nicht mit einer Stoppuhr. Du musst auf die Signale Deines Körpers hören und das richtige Timing für Dich herausfinden. Sind die Pausen zwischen den Trainingseinheiten zu lang, sinkt das Leistungsniveau auf den Ausgangszustand ab, sind die Pausen dauerhaft zu kurz, kann keine Superkompensation stattfinden und es kann zum sogenannten Übertraining kommen.

Auch auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole: Fitness ist absolut keine Raketenphysik. Ein bisschen Know How, Spaß an der Sache und ein wenig Disziplin und Kontinuität sind der Schlüssel zu Deinem Erfolg.

Was denkst Du? Möchtest Du etwas ergänzen oder aus Deiner Erfahrung berichten? Schreib’s einfach unten in die Kommentare (auch als Gast ohne Anmeldung möglich).

PS. Wenn Du neu im Gym bist, solltest Du vielleicht auch wissen, wem Du so begegnen könntest.
Schau mal hier: 50 Gym-Typen.

Dein Tuncel

von Fitrating.de