Das Internet und unzählige Zeitschriften sind voll damit. Diäten, die Dir Erfolge in kürzester Zeit versprechen. Vielleicht hast Du auch schon die eine oder andere Diät ausprobiert und musstest dabei komplett auf Kohlenhydrate verzichten, Deine feste Nahrung gegen Shakes austauschen oder wundersame Pillen schlucken. Wenn Du das alles schon vergeblich hinter Dir hast, die Zeiten, in denen Du Deinem Körper wichtige Nährstoffe entzogen und wochenlang mit Heißhunger wie ein Vampir auf der Suche nach frischem Blut umhergeirrt bist, dann solltest Du vermutlich folgendes wissen:

Du brauchst weder irgendwelche Wundermittel, noch musst Du auf alles verzichten, um Gewicht zu verlieren. Du benötigst vor allem das richtige Know-how, um unnötige Fehler zu vermeiden.

Fehler Nummer 1: Du musst auf Kohlenhydrate verzichten

An „Low Carb“ Diäten kommt man heute gar nicht mehr vorbei, wenn es um das Thema Abnehmen geht. Das ist übrigens kein neues Konzept. Sogenannte Monodiäten wie das Atkins-Vielfleischfresserprogramm oder die Magic-Soup-Weißkohltortur existieren schon seit Jahrzehnten. Eine Reduktion von Kohlenhydraten in Deiner Ernährung wird Dir mit Sicherheit dabei helfen einige Pfunde zu verlieren, allerdings solltest Du insbesondere auf einfache Kohlenhydrate wie zuckerhaltige Getränke und Süßigkeiten verzichten und brauchst nicht sämtliche Kohlenhydrate aus Deinem Ernährungsplan zu streichen. Vollkornprodukte, Kartoffeln, Reis und Bohnen sind einige Beispiele für sogenannte komplexe Kohlenhydrate, die Dir bei der Gewichtsreduktion sogar helfen können. Sie machen Dich länger satt wodurch Du über den Tag verteilt weniger isst, halten Deinen Blutzuckerspiegel in Balance, regen Deinen Stoffwechsel an und reduzieren das Risiko von abendlichen Heißhunger-Fressattacken.

Fehler Nummer 2: Allein die Kalorienbilanz ist entscheidend

Eine Kalorie ist eine Kalorie, richtig? Leider falsch. Proteinreiche Nahrung benötigt bei der Verstoffwechselung mehr Energie als Fett oder Kohlenhydrate, regt den Stoffwechsel mehr an und verbraucht dadurch mehr Kalorien im Körper. Es macht einen Unterschied, ob Du 100 Kcal über Nudeln oder fettarmen Thunfisch zu Dir nimmst. Proteinreiche Lebensmittel halten im Vergleich außerdem länger satt. Gerade bei einfachen Kohlenhydraten wird zwar unmittelbar ein Sättigungsgefühl erreicht, dieses Gefühl hält aber nicht lange an und Du wirst schon nach kurzer Zeit wieder Hunger verspüren. Wenn Du über Deine Nahrung nicht genug Proteine zu Dir nimmst, kannst Du im Notfall auf Nahrungsergänzungsmittel (Shakes) zurückgreifen. Wie der Name schon sagt, „ergänzen“, nicht „ersetzen“.

Fehler Nummer 3: Solange Du trainierst, kannst Du alles essen

Kennst Du das Phänomen – mache Leute treiben wie die Wahnsinnigen Sport und verlieren trotzdem kein Gewicht? Gewicht zu verlieren ist das Resultat einer negativen Kalorienbilanz. Nimmst Du weniger Kalorien über Deine Ernährung zu Dir als Du insgesamt (inklusive Training) verbrauchst, purzeln die Pfunde. Diese einfache Gleichung funktioniert natürlich in beide Richtungen. Verbrennst Du ein paar Kalorien auf dem Stepper und belohnst Dich dafür mit einer Pizza mit Käsekruste, musst Du kein Mathegenie oder fanatischer Kalorienzähler sein, um das Ergebnis Deiner Kalorienbilanz zu kennen. Du solltest ein Gefühl dafür entwickeln, wie Dein Körper funktioniert und welche kaloriendichte bestimmte Lebensmittel haben. Gerade für den Anfang gibt es mittlerweile kostenlose Apps, die es Dir relativ einfach machen Deinen Verbrauch und Deine Kalorienzufuhr anzunähern.

Fehler Nummer 4: Hungern gehört zu einer Diät dazu

Das ist der erste (negative) Gedanke, der vielen beim Thema Diät in den Sinn kommt. Nahrung drastisch reduzieren, hungern, Gewicht verlieren. Das ist leider zu kurzfristig gedacht und vermutlich eher kontraproduktiv. Du wirst in der ersten Zeit relativ schnell einen Unterschied auf der Waage feststellen, aber das ist im Wesentlichen erst einmal nur Wasser. Im Anschluss geht es nicht mehr so zügig weiter. Dein Körper wird sich die benötigte Energie dann aus Deiner Muskulatur holen, d.h. Du baust zunächst wertvolle Muskelmasse ab, bevor es an die Fettreserven geht. Insgesamt wirst Du Dich schlapp und lethargisch fühlen, Dein Stoffwechsel wird sich verlangsamen, was im Hinblick auf Dein Ziel natürlich kontraproduktiv ist. Anstatt Dich zu quälen, solltest Du mehrere kleine, proteinreiche Mahlzeiten zu Dir nehmen. Diese machen Dich länger satt und halten Deinen Stoffwechsel auf Trab.

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen: Sämtliche Diätformen, die darauf abzielen in kurzer Zeit viel Gewicht zu verlieren funktionieren immer nur temporär. Natürlich kannst Du Deinen Körper kurzfristig bestrafen, indem Du auf alles verzichtest oder Dich nur noch einseitig ernährst. Aber Dein Körper wird sich rächen und sich alles zurückholen was ihm gefehlt hat, denn auf Dauer kann das nicht funktionieren. Und mal ehrlich, das Leben ist doch viel zu schön um nur zu verzichten. Ich glaube, nur eine ausgewogene Ernährung in Kombination mit regelmäßigem Training kann dauerhaft erfolgreich sein.

Deine Katharina

von Fitrating.de

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